MagnetResonanzTomographie (MRT)
Die MagnetResonanzTomographie (MRT) ist ein bildgebendes Verfahren zur Darstellung von Strukturen im Inneren des Körpers. Mit einer MRT kann man Schnittbilder des menschlichen Körpers erzeugen, die eine hervorragende Beurteilung der Organe und vieler Organveränderungen erlauben.
Die Magnetresonanztomographie nutzt magnetische Felder, keine Röntgenstrahlen.
Es gibt noch andere Begriffe für die Magnetresonanztomographie, je nachdem, ob die Namensgebung der Physik, Chemie oder Medizin entstammt:
Ein synonymer Begriff ist KernSpinTomographie (KST), unter Medizinern zuweilen abkürzend Kernspin genannt, der aus der Physik und Chemie stammt. Die Namensgebung NuklearMagnetische Resonanztomographie (NMR), bei der fälschlicher Weise radioaktive Strahlung assoziiert werden kann, wird heutzutage in Fachkreisen selten verwendet. Die Abkürzung MRI stammt von dem englischen Fachbegriff Magnetic Resonance Imaging.
Diese unterschiedlichen Bezeichnungen stehen für ein und dieselbe Untersuchungsmethode! Die MRT wurde in den 80er Jahren entwickelt.
Eine genaue Funktionsbeschreibung der MRT soll an dieser Stelle nicht erfolgen, da man dazu komplizierte physikalische Grundprinzipien genau erläutern müsste. Dennoch lässt sich ein vereinfachtes Modell des Verfahrens folgendermassen beschreiben:
Der menschliche Körper besteht wie unsere Umwelt aus Atomen. Im Körper sind dies vor allem Wasserstoffatome, die man sich wie sehr viele kleine Kompassnadeln vorstellen kann. Die Wasserstoffatome sind normalerweise ungeordnet. Der Kernspintomograf erzeugt ein ultrastarkes Magnetfeld, das die Atomkerne in eine bestimmte Richtung zwingt. Dies ist vergleichbar mit einem Magneten, der die Kompassnadel ausrichtet. Die Wasserstoffatome stehen nun unter einer gewissen Spannung. Mit Hilfe von Radiowellen (mit einer genau definierten Frequenz = Resonanzfrequenz) lassen sich nun, in einem vorher festgelegten Abschnitt des Körpers, die ausgerichteten Wasserstoffkerne selektiv anregen. Schaltet man die Radiowellen wieder aus, so kehren die Atome in ihre ursprüngliche Position zurück. Dabei senden die Atome Signale aus, die durch Spulen gemessen werden. Ein Computer berechnet aus den Signalen mit Hilfe sehr komplizierter mathematischer Verfahren ein Schnittbild durch den Körper.
